Wie kommt Kreischa in Kontakt?

Erster Runder Tisch in der Bürgerstiftung

Bericht: André Spindler

Der erste Runde Tisch unserer Initiative fand am Mittwoch, den 28. August 2019 statt. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung konnten wir deren Räume nutzen.

Mit 14 Teilnehmern – darunter erfreulicher Weise drei Mitglieder des Gemeinderates – war der Tisch dann auch schon voll besetzt. Gut möglich, dass wir demnächst einen größeren Raum benötigen.

Unser erster Runder Tisch war dem Thema „Kommunikation“ gewidmet. Uns war auf der zweiten Auftaktveranstaltung Ende Juni klar geworden, dass von der Kommunikation letztlich der Erfolg unseres gesamten Projektes abhängt. Wie transportieren wir Informationen an möglichst viele Kreischaer? Wie ermöglichen wir spontane Gespräche zwischen den Menschen?

Wir haben den Eindruck, dass es für manchen Einwohner gerade in Kreischa schwer ist, Informationen gut zu verbreiten und ins Gespräch zu kommen. Die einzelnen Ortsteile liegen so verstreut, dass viele Menschen gar keinen Grund haben, ins „Zentrum“ zu kommen. Der Kreischaer Bote ist zwar ein wichtiges Medium, wird aber scheinbar doch von weniger Menschen gelesen, als wir gedacht hätten. Versuche einer gemeinsamen Terminkoordination (Kulturverein, Gemeinde, Kirche, Ortsteilfeste, …) wird versucht, ist aber wegen unterschiedlicher Vorlaufzeiten mitunter sehr schwierig.

So drehte sich die Diskussion am Anfang um eine Bestandsaufnahme, bald fingen wir aber an, auf mögliche Lösungen zu schauen. Und da war einiges dabei, dass uns hoffnungsvoll stimmt.

Banner

Sehr gefreut haben wir uns über das Feedback zum Banner am Erbgericht. Das wurde offenbar doch gut wahrgenommen und hat zu einigen Besuchen auf unserer Website geführt. Da das Gerüst nun bald verschwindet, werden wir das Banner auf die Reise schicken. Es wird in Zukunft an verschiedenen Orten zu sehen sein, so dass wir möglichst viele Menschen erreichen.

Klassische Medien & Post

Der Kreischaer Bote wird ein wichtiges Medium für uns bleiben, auch wenn wir es nicht zu jeder Ausgabe schaffen sollten, einen Beitrag zu schreiben. Das kann auch gleich als Aufforderung verstanden werden: Wer einen Beitrag zu unseren Themen veröffentlichen möchte, ist herzlich eingeladen!

Auch die regionalen Tageszeitungen möchten wir verstärkt nutzen, um über das Projekt zu berichten. Sie haben nach wie vor eine gute Reichweite. So bekommen wir zum Beispiel auch Feedback aus Nachbargemeinden – man ist aufmerksam geworden auf „Zukunft Kreischa“.

Auch eine Mitarbeiterin des MDR-Radio hat uns angefragt, ob sie eine Reportage über die Initiative machen soll. Wenn wir etwas weiter sind und erste Ergebnisse sichtbar sind, werden wir darauf sicher gerne zurück kommen.

Und wir haben überlegt, dass einzelne einseitige Postwurfsendungen möglicherweise die sicherste Methode sind, wirklich jeden Haushalt in Kreischa zu erreichen. Dank Projektbudget werden wir also punktuell und themenspezifisch Informationen auch direkt an alle Kreischaer Bürger verteilen.

Treffpunkte

Wir wollen aber nicht nur informieren. Ein besonders Anliegen ist uns, den Austausch zwischen den Menschen zu fördern. Nun hat Kreischer leider nicht die Eckkneipe, an der man abends ganz sicher noch ein paar Freunde oder Bekannte trifft. Die Bürgerstiftung ist immerhin tagsüber ein guter Anlaufpunkt, wenn man zum Ort etwas auf dem Herzen hat und wir möchten alle ermutigen, hier einfach ab und zu reinzuschauen.

Der zentralste Treffpunkt ist aber wohl der Diska-Parkplatz bzw. im Sommer der Eisladen. Ein besonders gelungenes Beispiel war die Eröffnung der Festwoche am vergangenen Wochenende (24./25.8.2019) mit Markt und Oldtimer-Ausstellung am Samstag. Der Bürgerbrunch am Sonntag war ein wunderbares Ereignis, viele Menschen, die etwas zu Essen mitbringen und miteinander ins Gespräch kommen, die Kraft des gemeinsamen Tafelns. So wollen wir morgen leben! Herzlichen Dank an die Bürgerstiftung! Davon wünschen wir uns mehr und es gibt bereits konkrete Vorstellungen, wie wir das ermöglichen. Davon später mehr.

Schaukästen

Das Thema Schaukästen wurde kontrovers diskutiert. Sie wurden zum großen Teil stillgelegt, einige sogar abgebaut. Aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes in der Gemeinde ist es auch nicht möglich für unsere Initiative in den Schaukästen ein Plakat zu hängen. Aber ein Schaukasten muss ja nicht zwingend von der Gemeinde betrieben werden. Vielleicht ist hier auch die Bürgerstiftung der richtige Ansprechpartner? Sehr wünschenswert fänden wir einen Schaukasten am Diska/Fischladen, also zentral. Wir werden einmal nachfragen, ob das möglich ist. Zum Thema Schaukästen würden wir uns auch sehr über weitere Meinungen/Wortmeldungen freuen.

Internet & Soziale Medien

Auch hier haben wir noch keine klare Vorstellung, welches Konzept geeignet wäre, die netz-affinen Kreischaer zu erreichen. Allein diesen Blog zu betreiben, ist natürlich ein gewisser Aufwand. Immerhin ist seit kurzem auch die Bürgerstiftung Kreischa online. Es gibt also neben der Website der Gemeinde Kreischa noch weitere Informationsmöglichkeiten. Genannt seien noch der Kunst- und Kulturverein und die Kirchgemeinde. 

Das sind aber nur Informationsquellen. Wie sieht es mit dem Austausch, mit Diskussion aus? Da haben wir ziemlichen Respekt. Erfahrungsgemäß können Netz-Diskussionen schnell aus dem Ruder laufen. Zumal wir keine Kapazitäten zur Moderation haben. Da freuen wir uns doch deutlich mehr über das direkte Gespräch. Aber auch zu diesem Thema sind wir offen für gute, neue Gedanken!

 

Termine

2. Runder Tisch in der Bürgerstiftung Kreischa

Mittwoch, 25. September 2019 / 19:30 Uhr

  • Schwerpunkte: Ökologie, Kommunikation und Mobilität
  • Alle Interessierten sind herzlich eingeladen – keine Anmeldung erforderlich

Reise nach Nebelschütz

Dienstag, 15. Oktober 2019 / 17–20 Uhr in Nebelschütz.

  • Anreise nach Absprache gemeinsam oder individuell.
  • Anmeldungen (und Mitfahrangebote/-gesuche) bitte an hallo@zukunft-kreischa.de.

Wir freuen uns auf Sie und Ihre Ideen!

André Spindler und Frieder Zimmermann